Erfolg vor La Rochelle

Positive Bilanz beim letzten Europacup für die österreichische Flotte

Mit Platz 3 konnten Matthias Schmid und Florian Reichstädter ein Erfolgserlebnis verbuchen

Das Europa-Cupfinale vor La Rochelle ging publikumswirksam, weil unmittelbar unter Land zu Ende, brachte neuerlich wenig Wind mit sich und bescherte der OeSV-Flotte reichlich Beute.
Lara Vadlau und Jolanta Ogar gewannen die 470er-Damen Konkurrenz, dem Duo reichte im abschließenden Medal Race ein dritter Platz, um die regierenden Europameisterinnen und Olympia-Vierten der London-Spiele, Lecointre/Defrance, auf Distanz zu halten. Damit bleibt La Rochelle für Vadlau/Ogar in ihrer 470er-Premierensaison ein fruchtbares Gewässer, Mitte August gewann die 19-jährige Kärntnerin mit ihrer Partnerin an Ort und Stelle WM-Silber.

Für Matthias Schmid und Florian Reichstädter endete der Ausflug an die französische Atlantikküste ebenfalls am Podest. Das Duo, Neunte der London-Spiele und Nummer zwei der Weltrangliste, beendeet das Medal Race auf Platz fünf, damit verteidigen die Wiener in Diensten des YC Breitenbrunns ihren dritten Gesamtrang. David Bargehr und Lukas Mähr belegten zum Abschluss Rang sechs und beenden die Konkurrenz damit auf Platz fünf.
Auch der Rest der heimischen Flotte wusste zu überzeugen, Thomas Zajac und Tanja Frank zeigten im Medal Race mit Platz drei nochmals auf und beendeten die Narca17-Konkurenz auf Rang sechs. Benjamin Bildstein und David Hussl wurden in der 49er-Klasse ebenfalls sechste, Lara Schöfegger und Elsa Lovrek beendeten die 49erFX Konkurrenz auf Platz zwei. Die Tatsache, dass lediglich fünf Damenteams am Start waren, soll die gute Leistung der beiden Neueinsteigerinnen nicht schmälern, immerhin konnten sie die WM-Dritten, Sarah Steyaert und Julie Bossard mehrfach ärgern und die übrigen Boote trotz deutlich weniger Erfahrung hinter sich lassen.

Stimmen:
Lara Vadlau:
„Wir sind sehr gut weggekommen und hatten anfangs alles unter Kontrolle, dann sind uns die Französinnen allerdings durchgerutscht und es wurde noch einmal richtig spannend. Am Ende hat es gereicht, wir sind zufrieden und freuen uns sehr, dass wir hier ein weiteres mal aufzeigen konnten.“

Matthias Schmid:
„Es war heute ein beinharter Kampf gegen Gegner, die sehr aggressiv und unangenehm sind. Wir haben gut Parole geboten, die Nerven behalten und das Podest verteidigt, das war das Ziel, es erreicht zu haben stimmt uns sehr positiv. Wir hängen jetzt noch eine Testwoche in Santander an, da wir dieses Revier in Hinblick auf die Quotenplatz-WM 2014 noch besser kennen lernen wollen.“
Thomas Zajac:
„Wichtig war, dass wir heute wieder unsere Leistung abrufen konnten, wir sind gut gestartet, waren immer vorne im Spiel und sind mit dem Rennen zufrieden. Unterm Strich hat uns ein rabenschwarzer Tag das Podest gekostet, das passiert uns nicht zum ersten Mal und daran müssen wir arbeiten. Wir müssen lernen im gelben Trikot genauso locker zu segeln wie ohne, dass bedeutet intensive Kopfarbeit, damit werden wir uns mit Sicherheit auseinandersetzen.“

Georg Fundak:
„Die Regatta war perfekt organisiert und wird künftig eine noch größere Rolle spielen, dass wir hier zwei Medaillen holen freut mich wirklich, zumal wir der Segel-Weltmacht Frankreich erfolgreich die Stirne bieten konnten. Hervorheben möchte ich Schmid/Reichstädter, die bei Leichtwind eine sehr solide Leistung abrufen konnten und damit wieder einen Schritt nach vorne geschafft haben. Mit den Jungen (Bargehr/Mähr) haben wir ein zweites Team in der Weltspitze und damit ein ausgezeichnetes Fundament. Lara und Jola haben eine mental sehr starke Leistung abrufen können, sie sind phasenweise exzellent gesegelt und fordern unsere Herrenteams im Training voll. Damit haben wir intern ein sehr hohes Niveau. Im Nacra17 brauchen wir Geduld, der Weg von Zajac/Frank ist absolut stimmig, sie haben große Allroundqualitäten und sind speziell am Vorwindkurs sehr stark, hier gilt es vor allem im mentalen und metrologischen Bereich anzusetzen. Und dass es mit Lara Schöfegger und Elsa Lovrek ein weiteres reines Damenteam in den Kader geschafft hat, freut mich besonders. Sie haben mich wirklich positiv überrascht, da sie erst seit Kurzem gemeinsam Skiffsegeln und mit ihrer tollen Einstellung und beinharter Arbeit recht schnell den Anschluss gefunden haben.“

Endstand:

470er Damen, 8 Wettfahrten + MR, 1 Streicher:
1. Lara Vadlau/Jolanta Ogar AUT 19 (2,5,2,1,1,1,(6),1,3*)
2. Camille Lecointre/Helene Defrance FRA 20

470er Herren, 8 Wettfahrten + MR, 1 Streicher:
1. Pierre Leboucher/Niclas Leberre FRA 17
3. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 49 (6,9,8,11,2,2,(13),1,5*)
5. David Bargehr/Lukas Mähr AUT 64 (15),5,6,4,9,4,15,9,6*)

Nacra17, 10 Wettfahrten + MR, 1 Streicher:
1.Frank Cammas/Sophie De Turckheim FRA 42
6. Thomas Zajac/Tanja Frank AUT 68 (2,9,2,7,1,5,4,17,15,(19),3*)

49er, 10 Wettfahrten + MR, 1 Streicher:
1. Manu Dyen/Stephane Christidis FRA 35
6. Benjamin Bildstein/David Hussl AUT 73 (3,6,(10),5,7,9,2,10,6,1,7*)

49erFX, 10 Wettfahrten + MR, 1 Streicher:
1. Sarah Steyaert/Julie Bossard FRA 16
2. Laura Schöfegger/Elsa Lovrek AUT 36 (2,(5),5,1,1,2,5,3,5,4,4*)

* MR/doppelte Punkte

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