Palagruza bei 55 Knoten Wind?

Feine Wettervorhersage für Round Palagruža Cannonball

Der April macht, was er will: Der Frontdurchzug eines Tiefs in den ersten 12 Stunden der Langstreckenregatta Round Palagruža Cannonball 2010 dürfte für ein Ansteigen des Adrenalinspiegels bei den 30 teilnehmenden Mannschaften sorgen. Die Wetterwarnung von Split Radio bezieht sich auf so genannte Neverini, lokale Gewitterstürmchen, die es aber in sich haben, bis zu 55 Knoten können dann anliegen – die Spinnaker werden sich freuen. Der Wortlaut der Warnung:

IN THE OPEN OF THE CENTRAL AND SOUTH ADRIATIC LOCAL GUSTS OF NW WIND 35-55, TOMORROW 30-40 KNOTS AND SEA 5-6. IN THE NORTH ADRIATIC LOCAL GUSTS OF NE and NW WIND 35-45 KNOTS, DIMINISHING TILL THE EVENING. ISOLATED THUNDERSTORMS.

Morgen geht es also munter weiter, Seegang 5 bis 6 ist kein Honiglecken, und dann kommt sicher auch eine kleine Bora.

19 Bavaria 42match, 9 Dufour 44 und zwei Class-40-Boote sind seit heute mittags unterwegs, im Folgenden die Pressemeldung der Organisatoren.

Wien/Biograd, 2. April 2010; Die internationale Langstreckenregatta „Round Palagruža Cannonball“ wurde am Ostermontag, dem 5. April 2010 von Biograd in Kroatien gestartet. Das Teilnehmerfeld umfasst heuer 30 Schiffe, die in drei Klassen um den Sieg auf dem knapp 400 Seemeilen umfassenden Rundkurs kämpfen. Die Offshore-Regatta und alle Bootspositionen können über ein professionelles Trackingsystem verfolgt werden.

Die knapp 400 Meilen lange Nonstop-Route führt die Yachten zuerst kurz nach Norden über Dugi Otok. Nächster Wegpunkt ist die Durchfahrt zwischen den Inseln Vis und Biševo. Dann müssen die Yachten die Insel Palagruža umrunden bevor es rund Mljet und über Kor?ula und Hvar zurück nach Biograd geht. Gestartet wird heuer in drei Klassen. Die schon bewährten Typen Bavaria 42 match und Dufour 44 performance sind mit 19 bzw. neun Yachten am Start. Als „Gäste-Klasse“ fahren heuer erstmals auch zwei Class 40 Boote mit. In der 42match Klasse dürfen bis zu vier verschiedene Vorsegel zum Einsatz kommen, eine für Charterregatten ungewöhnliche Regelung.

Neues und Bewährtes

„Wir haben dieses Jahr ein paar Neuerungen für die Regatta eingeführt“, berichten die beiden Organisatoren Miša Strobl und Ronnie Zeiller. „Die Dufour 44 performance dürfen heuer mit einer 160% Genua fahren, damit sich von der Geschwindigkeit her mit den Bavarias besser mithalten können.“

Wer die Regatta von zu hause aus verfolgen will, kann auf http://www.followmyroute.com/rpc2010 außerdem auf ein professionelles Trackingsystem zugreifen. Eine Möglichkeit, die auch für die Skipper eine interessante taktische Hilfe bietet. Bewährt hat sich in den Vorjahren schon die Begleitung der Regatta durch den Verein „Safety-Team“ und Herbert Koblmiller von der Seefunkschule. Die Regatta wird von einem Notarzt, Sanitätern und Tauchern begleitet, damit im Zweifelsfalle schnelle Hilfe möglich ist.

Auf dem Weg zum Klassiker

„Das Round Palagruža Cannonball hat sich inzwischen einen festen Platz bei den Offshore-Freunden in Österreich erobert“, freut sich Ronnie Zeiller. „Viele Teams sind schon zum dritten Mal dabei und sind auch extrem gut auf das Rennen vorbereitet.“ Auf der Meldeliste finden sich zudem einige Namen, die für sportliche Spannung sicher sorgen werden. Bei den Class 40 Booten wird Volvo Ocean Race Skipper Andreas Hanakamp (Skipper: Gottfried Pössl) zu einem ersten Probelauf gegen seine slowenische Konkurrenz antreten. In der Klasse der Bavaria 42 match ist mit Olympiateilnehmerin Sylvia Vogl und dem Hochseestaatsmeister Christian Bayer auch für Nervenkitzel gesorgt.

Ein paar offene Rechnungen

„Mit diesem Teilnehmerfeld wird das eine spannende Sache“, ist Miša Strobl überzeugt. „Immerhin sind da auch noch ein paar alte Rechnungen offen.“ Er selbst tritt mit seinem Reef Raff Racing Team dazu an, seinen Partner in der Organisation und ewigen Konkurrenten Ronnie Zeiller/Team Alles Yacht zu schlagen. Auch für Sylvia Vogl/Team La Vie steht noch eine Revanche gegen den Vorjahressieger Robert Muhr an, der 2009 nur um Haaresbreite vorne lag. Robert Muhr nimmt die Herausforderung gemeinsam mit Christian „Kletzi“ Bayer und dem Aquila-Sailingteam an. Miša Strobl: „Aber auch abseits der großen Namen sind im Feld Top-Segler unterwegs, die durchaus vorne mitfahren können."

Facts:

• Round Palagruža Cannonball 2010

• Termin: (Oster-)Montag, 5. April bis Freitag, 9. April 2010

• Route: Biograd - Dugi Otok - Vis/Biševo – Palagruža – Mljet – Kor?ula –
Hvar - Biograd (ca. 400 nm)

• Drei Einheitsklassen / 30 Yachten:
- Bavaria 42match mit Spinnaker (19 Boote)
- Dufour 44Performance mit Spinnaker (9 Boote)
- „Gästeklasse“ Class40 (2 Boote)

• Motor: Motorverwendung ist nicht gestattet

• Tracking: Professionelles Tracking im Internet
http://www.followmyroute.com/rpc2010

Das Tracking funktionierte –\u00A0zumindest am Mac und zumindest zeitweise – Montag nachmittag leider nicht

• Sicherheit: Safety-Team am Begleit-Katamaran; SeaHelp-Assistenz

• Veranstalter: IG-Segeln und Yacht Club Biograd

• Organisator: Nautikverein sail attack

Weitere Informationen unter www.roundpalagruza.org

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