Rolex China Sea Race

Zwei Österreicher beim Offshore-Klassiker am Podest!

Rolex China Sea Race

Einen starken Auftritt gab es für österreichischer Segler beim Rolex China Sea Race. Der 565 Seemeilen lange Offshore Segelklassiker von Hong Kong nach Subic Bay auf den Philippinen zählt zu den unberechenbarsten Rennen im Rolex Regattakalender. Auch heuer war die Überquerung des südchinesischen Meers alles andere als ein Spaziergang. Bis zu vier Meter hohe und vor allem steile Welle forderten Crews und Yachten.

Die angekündigte Front mit bis zu 40 Knoten Wind mischte das Feld ab der ersten Nacht ordentlich durch und ermöglichte einen neuen Streckenrekord durch die 22m lange Yacht „Alive“ aus Australien. Für die 565 Seemeilen benötigte die Crew nur 47:31:08 Stunden und unterbot damit den alten Rekord aus 2003 um 13 Minuten.

Platz zwei in der Division IRC 2 belegte „Krampus“ mit dem österreichischen Eigner Niccolò Manno (im Bild oben links). Der ehemalige Laser-Radial Crack vom UYC Wolfgangsees Niccoló Manno surfte mit seiner Antares 36 nach 2015 zum zweiten Mal aufs Podium.
„Es wäre mehr drinnen gewesen und wir waren knapp am Sieg dran. Erst eine Leine um den Kiel und jede Menge Seegras rund um den Saildrive stoppte unsere Rekordfahrt“, so Manno kurz nach dem Zieleinlauf. Tatsächlich fehlten nur rund 90 Minuten auf den Klassensieg.

Erfreulicherweise stand ein weiterer Österreicher am Stockerl: Christian Kargl (im Bild oben rechts) wurde vom Royal Moscow Yacht Club als Navigator und Steuermann engagiert um eine bunt zusammengewürfelte russische Hobby-Truppe auf die Philippinen zu routen. Das tat er so gut, dass sein Team den dritten Platz belegte. Auf der gecharterten russischen Yacht „Megazip“, einer in Neuseeland gebauten Cookson 12, lag man sogar lange in Führung und musste sich erst gegen Ende des Rennens den beiden neuesten Yachtdesigns geschlagen geben. Zufrieden war man trotzdem, Platz 6 in der Gesamtwertung unterstreicht die famose Leistung.
„Die russische Mentalität ist bewundernswert – trotz Sturm und extremen Schauern war es kein Thema, dass jemand aus der wachhabenden Crew unter Deck ging. Alle waren bemüht zu trimmen und dies Gewichtsverteilung zu optimieren. Völlig durchnässt und dösend auf der Kante zu sitzen, schien für meine Crew völlig normal zu sein. Auch gekotzt wurde tapfer und immer in Luv,“ meinte Christian Kargl kurz nach dem Rennen.

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