Tornado-EM

Roman Hagara und Hans Peter Steinacher sicherten sich vor Travemünde den Sieg bei der Tornado-EM

„Wir sind angereist und haben ein Gefühl gehabt, das man nicht alle Tage spürt“, gibt Steuermann Roman Hagara mit breitem Lächeln zu, nachdem am Schlusstag wegen Flaute die ausstehenden zwei Wettfahrten nicht mehr gesegelt werden konnten (ein achter Rang hätte für den Gesamtsieg gereicht). Mit zwei ersten Plätzen am vergangenen Sonntag leiteten die Doppel-Olympiasieger den Erfolgslauf ein, fuhren insgesamt vier Siege, drei dritte Plätze und einen siebenten Platz ein. „Wir haben unser ganzes Können ausgespielt und wurden dafür belohnt. Für mich war nach dem ersten Tag klar, dass der Sieg nur über uns führen kann. Der dritte gemeinsame EM-Titel ist für mich ein ganz wichtiger“, jubelte auch Hans-Peter Steinacher.
„Entscheidend waren die ersten vier Wettfahrten mit den drei Siegen“, fasst Roman Hagara die Serie zusammen. Es waren echt schwierige Bedingungen bei ablandigem Wind, der ständig gedreht hat. Aber wir haben den Durchblick behalten.“ Andere Top-Mannschaften hatten sich hingegen Ausrutscher geleistet – ein weiterer Vorteil für Hagara/Steinacher: „Wir konnten locker an den Start gehen, die anderen mussten mit Gewalt gute Ergebnisse bringen.“
Entscheidend für die Überlegenheit des Duos waren auch die ausgiebigen Testarbeiten im Olympiarevier von 2008 in Qingdao. „Wir haben dort unser Segel im unteren Windbereich verbessert“, erklärt Hagara, „deshalb hatten wir in Travemünde eine ausgezeichnet Grundgeschwindigkeit. Das gibt ein gutes Gefühl und du
kannst dich beruhigt an den Start stellen.“
Die Silbermedaille ging an Xavier Revil/Christophe Espagnon aus Frankreich, Bronze holten die Griechen Iordanis Paschalidis/Trigonis Kostas. „Wir können nur gratulieren. Durch die Leistungen der beiden Österreicher waren uns die Hände gebunden. Bei den Windbedingungen der letzten Tage zählt vor allem der Faktor Mensch. Dem mussten wir uns geschlagen geben“, gratulierte Xavier Revil den Österreichern vor der Medaillenvergabe.
Für eine Pause nehmen sich die frischgebackenen Österreicher keine Zeit. Bereits am 3. August wird am Achensee um die Österreichische Meisterschaft gesegelt. Kurz darauf, am 10. August, brechen Österreichs erfolgreichste Segler Richtung China zum Olympischen Test Event nach Quindau auf.
„Der EM-Titel gibt uns den Weg vor und ist im Hinblick auf die WM in Argentinien im Dezember ein riesiger Motivationsschub und auch für das Projekt Olympia 2008 Balsam. Wir arbeiten beinhart, um unsere Ziele zu verwirklichen. Olympia 2008 hat Priorität“, erklärt das Duo.

Endstand nach acht Wettfahrten (1 Streicher)
1. RomanHagara/Hans-Peter Steinacher, 13 Punkte (1, 1, 3, 1, 3, 1, (7), 3)
2. Xavier Revil/Christophe Espagnon, FRA, 26 Punkte ((9), 4, 4, 5, 2, 5, 4, 2)
3. Iordani Paschalidis/Trigonis Kostas, GRE, 43 Punkte (5, 6, 18, 2, 1, (19), 3)
www.travemuender.woche.de

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