Cranchi A46 Luxury Tender

Tagesausflüge sind die Stärke der 14 Meter langen Yacht, aber auch bei einem längeren Aufenthalt an Bord muss niemand auf Komfort verzichten

Cranchi A46 Luxury Tender

Unter einem Tender hat man vor nicht all zu langer Zeit ein wackeliges Beiboot, bestenfalls ein RIB verstanden, unter einem Daycruiser ein offenes Sportboot um die 25 Fuß. Heutzutage werden sowohl Tender als auch Daycruiser in Größen gebaut, die zuvor nur Yachten vorbehalten waren. Damit reagieren die Werften auf das geänderte Nutzungsverhalten einer neuen, zahlungskräftigen Zielgruppe – meist Quereinsteiger –, die bereits über eine Immobilie in Wassernähe verfügen, es vorziehen an Land zu übernachten, aber trotzdem an Bord nicht auf den gewohnten Luxus verzichten wollen.

In diesem Sinne vermarktet die familiengeführte Traditionswerft Cranchi ihren neusten Wurf, eine 14 Meter lange Yacht mit vier Kojen, daher auch als Luxustender und Daycruiser und dürfte damit richtig liegen. Noch vor der offiziellen Präsentation, die mehrmals pandemiebedingt verschoben werden musste und schließlich heuer im Juni stattfand, wurden zehn Einheiten vom Fleck weg verkauft.

Beim Design hat man auf Bewährtes gesetzt: Der Rumpf stammt von Altmeister Aldo Cranchi, für die Äußerlichkeiten war Stammdesigner Christian Grande verantwortlich. Die beiden schufen einen rauwassertauglichen, stabilen Rumpf und klare, zeitlose Linien. Auf eine Reling wurde verzichtet, eine umlaufende Chrom-Scheuerleiste verleiht dem hochbordigen, in Perlmutt schimmernden Rumpf einen eleganten Rahmen. Durch die hohen Schanzkleider und das Walkaround-Konzept kann man sich überall an Bord sicher bewegen. "So ist dieses Modell auch für Menschen, die noch nicht so viel Zeit am Meer verbracht haben, und Kinder bestens geeignet", ist Paola Cranchi, die in dem in fünfter Generation geführten Familienbetrieb für das Marketing zuständig ist, überzeugt.

Epizentrum

Ein besonderer Hingucker sind die im achteren Bereich des Cockpits per Knopfdruck absenkbaren Schanzkleider, die die Plicht in eine mehr als fünf Meter breite Terrasse am Wasser verwandeln – ein Feature, das aus der Welt der Superyachten kommt und derzeit bei keiner Yacht fehlen darf, die "Luxury" im Namen trägt.

Der Weg zum Steuerstand führt vorbei an einer großen Heck-Sonnenliege, unter der Platz für ein zwei Meter langes Dingi ist – für den Fall, dass man sich für den Luxury Tender einen eigenen Tender anschaffen möchte. Im Anschluss befindet sich ein eleganter Ess- und Kochbereich für bis zu zehn Personen, den Cranchi als "lebendiges und emotionales Zentrum" der Yacht bezeichnet.

Den gesamten Fahrbericht lesen Sie in der Yachtrevue 10/2021, am Kiosk ab 1. Oktober!

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